Demokratie beginnt im Lokalen: Zeit für eine neue Medienförderung
Berlin: Heinrich Böll Stiftung (2025), 30 pp.
Contains bibliogr. pp. 25-28
"[...] mit welchen Instrumenten können journalistische Marktaustritte verringert und Neugründungen gefördert werden – und das mit möglichst effizientem Mitteleinsatz? In diesem Kurzgutachten vergleichen wir verschiedene strukturelle Maßnahmen sowie Förderinstrumente mit Blick auf Kriterien wie Staatsferne, Zielerreichungsgrad, Distributions- und Erlösmodellneutralität, Transformationsanreize und Niedrigschwelligkeit. Dabei greifen wir auch auf die Erkenntnisse aus verschiedenen Ländern zurück, die zum Teil seit Jahrzehnten lokaljournalistische Redaktionen und Produkte fördern. In der Zusammenschau bieten sich drei Instrumente an, die eine größtmögliche Wirkung beim effizienten Einsatz von personellen und finanziellen Fördermitteln versprechen:
– die Anerkennung des Journalismus als gemeinnützig,
– eine degressive Förderung von Redaktionskosten mit einer automatisierten Ausschüttung nach festen Kriterien,
– eine projektbasierte Innovationsförderung.
Diese drei Maßnahmen können in Ergänzung zueinander dem Marktversagen im Lokaljournalismus effektiv entgegenwirken, indem sie Erlösmodelle diversifizieren, Kosten für redaktionelle Arbeit und Produkte mit wichtigen politischen und gesellschaftlichen Funktionen senken und der Branche Möglichkeiten und Anreize geben, sich an die Herausforderungen der digitalen Transformation anzupassen. Im Vordergrund dieses Papiers stehen Vorschläge für eine deutschlandweite Medienförderung durch den Bund. Bund, Länder und auch Kommunen sollten bei dieser zentralen Aufgabe allerdings koordiniert handeln und Fördermaßnahmen sinnvoll aufeinander beziehen. Auch andere Akteur*innen wie privat- und zivilgesellschaftliche Initiativen sowie Stiftungen leisten hierzu einen wichtigen Beitrag und sollten als staatsferne Garanten einer effektiven Medienförderung mitbedacht werden." (Zusammenfassung, Seiten 3-4)
– die Anerkennung des Journalismus als gemeinnützig,
– eine degressive Förderung von Redaktionskosten mit einer automatisierten Ausschüttung nach festen Kriterien,
– eine projektbasierte Innovationsförderung.
Diese drei Maßnahmen können in Ergänzung zueinander dem Marktversagen im Lokaljournalismus effektiv entgegenwirken, indem sie Erlösmodelle diversifizieren, Kosten für redaktionelle Arbeit und Produkte mit wichtigen politischen und gesellschaftlichen Funktionen senken und der Branche Möglichkeiten und Anreize geben, sich an die Herausforderungen der digitalen Transformation anzupassen. Im Vordergrund dieses Papiers stehen Vorschläge für eine deutschlandweite Medienförderung durch den Bund. Bund, Länder und auch Kommunen sollten bei dieser zentralen Aufgabe allerdings koordiniert handeln und Fördermaßnahmen sinnvoll aufeinander beziehen. Auch andere Akteur*innen wie privat- und zivilgesellschaftliche Initiativen sowie Stiftungen leisten hierzu einen wichtigen Beitrag und sollten als staatsferne Garanten einer effektiven Medienförderung mitbedacht werden." (Zusammenfassung, Seiten 3-4)
Weshalb braucht es eine Förderung für den Lokaljournalismus? 5
Welche Ziele verfolgt eine Medienförderung, und welchen Anforderungen soll sie genügen? 9
WELCHE FÖRDERINSTRUMENTE KOMMEN INFRAGE? 12
Distributions- und Strukturförderung -- Produktions- und Redaktionskostenförderung -- Innovationsförderung -- Nachfrageförderung
QUALITATIVE BEWERTUNG DER EINZELNEN FÖRDERINSTRUMENTE, 19
Evaluierung der potenziellen Förderinstrumente -- Action-Priority-Matrix
EMPFEHLUNGEN FÜR EINE BUNDESFÖRDERUNG FÜR DEN LOKALJOURNALISMUS, 23
Welche Ziele verfolgt eine Medienförderung, und welchen Anforderungen soll sie genügen? 9
WELCHE FÖRDERINSTRUMENTE KOMMEN INFRAGE? 12
Distributions- und Strukturförderung -- Produktions- und Redaktionskostenförderung -- Innovationsförderung -- Nachfrageförderung
QUALITATIVE BEWERTUNG DER EINZELNEN FÖRDERINSTRUMENTE, 19
Evaluierung der potenziellen Förderinstrumente -- Action-Priority-Matrix
EMPFEHLUNGEN FÜR EINE BUNDESFÖRDERUNG FÜR DEN LOKALJOURNALISMUS, 23