Document details

Kommunikation

DED-Brief, issue 3 (2005), pp. 4-53

Contains illustrations

Signature commbox: 10-Development-G 2005

"Der vorliegende DED-Brief beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Facetten von Kommunikation, sei es beim zwanglosen Beisammensein im Internetcafé, auf abgelegenen Weidegründen im Norden von Niger oder bei entwicklungspolitischen Planungsworkshops. Kommunikation gilt als Voraussetzung für soziales Leben und für jede gesellschaftliche Ordnung in allen Kulturkreisen. Kommunikationsstrategien erhöhen die Erfolgschancen von Entwicklungsprojekten. Denn Entwicklungskommunikation zielt auch auf den Dialog im Dienst des sozialen und wirtschaftlichen Wandels. Daher muss sie über die reine Information hinausgehen.
Unabhängige und starke Medien sind in einer Demokratie als vierte Gewalt im Staat unverzichtbar. Gute Gründe also, in der EZ die Medienförderung als ein Element der Demokratieförderung und der Stärkung der Zivilgesellschaft nicht zu vernachlässigen. In Entwicklungsländern ist die Berichterstattung häufig tendenziös, interessengeleitet und genügt nicht den professionellen Standards. Regierungshandeln bleibt so intransparent und kann nicht wirkungsvoll kontrolliert werden. Es kommt leichter zu Amtsmissbrauch und Korruption. Ein defizitäres Medienangebot hat aber auch negative wirtschaftliche Folgen. Bei spielsweise können mangelnde oder nicht zeitnahe Informationen über Preise und Marktentwicklungen Risiken erhöhen, Wettbewerbssituationen verzerren und so die Entwicklung von Unternehmen stark behindern.
Ein besonderes Augenmerk legt der DED-Brief diesmal auf die Arbeit der Entwicklungshelferinnen und -helfer für Informations- und Bildungsarbeit vor Ort. Ihre interessanten Beiträge zeigen, wie durch sie Partnerorganisationen unterstützt und beraten sowie konkrete PR-Strategien für Projekte und Produkte entwickelt werden. Sie tragen damit entscheidend dazu bei, dass die Partner vor Ort stärker wahrgenommen werden. Nicht selten entstehen so neue Kooperationen. Darüber hinaus liefern sie wertvolle Inputs für unsere Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland." (Editorial)
Renaissance der Entwicklungspolitik in der Medienberichterstattung / Jutta Bangel, 4
Ecuador - Kommunikation für Nichtregierungsorganisationen / Daniela Heblik, 6
Brasilien - Für das Menschenrecht auf Kommunikation / Claudia Fix, 8
Bolivien - "Wenn wir das nur gewusst hätten ..." / Jürgen Leonhard, 11
Peru - Bei Menschen keine Tricks anwenden / Interview von Sabine Ludwig mit Thomas J. Müller, 13
Honduras - An Ihren Taten werdet Ihr sie erkennen / Claudia Erb, 14
Bolivien - Satelliten des DED / Martina Rieken, 17
Chile - Über die Zukunft der Wälder entscheiden / Petra Wilken, 19
Dominikanische Republik - Weiblicher Körper als Sexobjekt / Interview von Inge Lamberz mit Isaura Cotes, 21
Mongolei - Literatur in der Jurte / Kerstin Grimm, 22
Philippinen - Von Internet-Fischern im globalen Dorf / Christoph Porsché, 24
Laos - Journalismus im Einparteien-Staat / Interview von Rainer Alexander Spallek mit Phoutthasak Inthakoummane, 27
Vietnam - Deutschland - ein Land, das jeder kennt / Claudia Euen, 28
Ruanda - Der große Kommunikator / Gerd Scheuerpflug, 31
Dialog zum Völkermord / Anja Witzens, 35
Ruanda - CINEDUC - Frieden mit Kino verbinden / Timo Weihnacht, 38
Uganda - Demokratisierung braucht Kommunikation / Richard Harnisch, 40
Mosambik - Das Klingeln am anderen Ende der Welt / Jirka Vierhaus, 42
Burkina Faso - Das Journalisten-Netzwerk muss noch viele Hürden nehmen / Félix Koffi Ametepe, 44
Niger - Lösungsansätze mit auf den weiten Weg nehmen / Erhard Brunn, 46
Neue Impulse für den DED / Michael Brömmel, 48
Sambia – Das DED-Landesbüro als Schaltstelle der Kommunikation / Vera Müller-Plankenberg, 49
Mali – Manchmal kann auch Reden Gold wert sein / Stephanie Kürsten, 51
Uganda – Kommunikation in „verbotenen“ Subkulturen: Homosexualität gilt in den meisten Ländern Afrikas noch immer als Tabuthema / Richard Harnisch, 52